CajeputÖl

Cajeputöl



Das „Weiße Holz“ aus Fernost

„Kayu-putih“ bedeutet auf Sulawesi (Indonesien) „weißes Holz“. Sein eingedeutschter Name ist Cajeput. Es duftet ähnlich wie Eukalyptus, aber etwas feiner und mit fruchtig-würziger Note. Der Cajeputstrauch, lateinisch Melaleuca Cajuputii leucadendron bezeichnet, gehört zur Pflanzenfamilie der Myrtengewächse. Die Gattung Melaleuka zählt zu den berühmten australischen „Teatrees“, die seit einigen Jahren auch bei uns sehr bekannt und beliebt sind. Die Cajeputpflanze ist auf den Malaiischen Inseln, in Australien, auf den Philippinen und Java beheimatet. Der Strauch kann eine Höhe von bis zu 15 Metern erreichen und gilt allgemein als einer der widerstandsfähigsten und ausdauerndsten Bäume, die es gibt.

Für Anwendungen nutzt man das reine ätherische Öl, das aus den Blättern und Zweigspitzen durch Wasserdampfdestillation gewonnen wird. Überall im malaiischen Inselreich destillieren die Bewohner das Cajeputöl noch heute mit einfachsten Geräten, wie den so genannten „Ketels“ – die holländische Bezeichnung für „Kessel“. Die Holländer führten sie in der Kolonialzeit auf den Inseln ein.


Wirkung und Anwendungsgebiete

Durch seinen hohen Cineolgehalt wirkt Cajeputöl schleimlösend und durchblutungsfördernd. Es hat eine starke antiseptische Wirkung, ist aber milder als Eukalyptus- oder Pfefferminzöl. Aromatherapeuten schätzen seine Einsatzmöglichkeit als universales Antiseptikum bei Infektionen. Äußerlich eingesetzt kann das ätherische Öl zum Beispiel in Erkältungsbädern, bei Neuralgien und Rheuma oder Nebenhöhlenerkrankungen hilfreich sein.


Wissenswertes

Die Chinesen schätzen das Cajeputöl schon seit Urzeiten als Allheilmittel. In Europa hat es erst vor wenigen Jahrhunderten Einzug in die Heilkünste gefunden. Die Holländer, die sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Molukken aneigneten, brachten das Cajeputöl nach Europa. Zunächst fand es hier wenig Beachtung, doch mit dem Aufblühen der Aromatherapie Ende des letzten Jahrhunderts kam es immer mehr zum Einsatz. Heute ist das Cajeputöl aus dem Basisschatz der Aromatherapie nicht mehr wegzudenken.

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